Das Moseltal bei Ürzig – Idylle auf Abruf?

Veröffentlicht am 17. Juni 2013 in der Rubrik »Allgemein« | 2 Kommentare

Dank mehrmonatiger Bauverzögerungen blieb das Moseltal bisher von weitreichenderen Veränderung verschont. Auf der westlichen Moselseite bei Ürzig gab es noch keinerlei Arbeiten für die geplanten Pfeiler. Bei diesem Hang handelt es sich um eine tektonische Bruchkante mit urzeitlichen Verwerfungen bis in 400 Meter Tiefe. Dies bringt ein großes Stabilitätsproblem mit sich, was seit langem bekannt ist und selbst von den Planungsbehörden nicht bestritten ist wird. Daher ist abzusehen, dass die Bauarbeiten sich weiter verzögern und die Kosten erheblich steigen werden. Die zuletzt genannten 375 Millionen Euro stellen womöglich nur einen Bruchteil der tatsächlichen Bausumme dar. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Rutschende Weinberge und andere Katastrophen

Veröffentlicht am 1. Mai 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Der Moselsporn gehört zu den instabilsten Bergformationen Deutschlands. Ohne Notwendigkeit wollen Politiker ausgerechnet hier ihren Größenwahn ausleben.

Oft und ausgiebig wurde davor gewarnt, dass das Bergplateau zwischen Bernkastel und Zeltingen mit seinem extrem instabilen Graacher Hang zu sensibel für eine Großbaumaßnahme ist. Kurz vor Ostern gab es im Zusammenhang mit der Verlegung einer Stromleitung eine Hangbewegung, bei der ein Weinberg abgerutscht ist. Eine in der Nähe, zeitgleich mit dem Fernstraßenbau stattfindende Flurbereinigungsmaßnahme musste gestoppt werden. Nun sollen die Ursachen mit Hilfe von Bohruntersuchungen erforscht werden. Weiterlesen »

Hochmoselübergang im geplanten Zeit- und Kostenrahmen nicht realisierbar

Veröffentlicht am 31. Januar 2013 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Während immer noch, 13 Jahre nach Beginn des Planfeststellungsverfahrens, an der Statik für die geplante Hochbrücke gerechnet wird, ziehen die Baufirmen die ersten Konsequenzen und melden schon jetzt eine Bauzeitverlängerung an. Dies gestand das rheinland-pfälzische Infrastrukturministerium auf eine Anfrage der Grünen-Landtagsabgeordneten Jutta Blatzheim-Roegler Ende 2012 ein. Begründet wird dies mit »der Komplexität des Vorhabens« und der damit verbundenen zeitaufwändigen Erstellung der Statik. Der Antrag der Baufirmen werde nun fachlich und rechtlich geprüft. Damit ist schon jetzt klar, dass die Hochmoselbrücke, entgegen allen bisherigen Behauptungen, nicht bis 2016 gebaut werden kann. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Umdenken nach Beton-Becks Abgang?

Veröffentlicht am 3. Oktober 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Nach 18 langen Regierungsjahren tritt Ministerpräsident Kurt Beck Ende des Jahres von seinen politischen Ämtern zurück. Das bedeutet eine Zäsur für unser Rheinland-Pfalz. »Dass die Gesundheit unseres Ministerpräsidenten unter den Belastungen des Amtes offensichtlich so sehr gelitten hat, bedauern wir aufrichtig«, betont Georg Laska, Vorsitzender der Bürgerinitiative Pro-Mosel. Zugleich sehen die bei Pro-Mosel zusammenarbeitenden Menschen im Rücktritt von Kurt Beck eine Chance, Fehlplanungen, insbesondere bei den umstrittenen Großprojekten Nürburgring, Hahn, und Hochmoselbrücke B50neu, zu erkennen und zu einem neuen, verantwortungsvollen und transparenten Politikstil zu gelangen. »Insbesondere die Tatsache, dass bald zum ersten Mal eine Frau die Geschicke des Landes maßgeblich bestimmen wird, weckt bei uns Erwartungen und Hoffnungen für eine konstruktive Zusammenarbeit«, so Laska. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Geschäftiger Stillstand

Veröffentlicht am 20. September 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Während an der Baustelle zur Hochmoselbrücke seit Monaten schon Stillstand herrscht, werden immer neue Streckenabschnitte der B50neu in Angriff genommen. Anstatt zu warten, bis die offenen Probleme (Standsicherheit der Hochmoselbrücke) geklärt sind, versucht die rheinland-pfälzische Landesregierung offenbar, um jeden Preis Fakten zu schaffen – massive Eingriffe ins Moseltal und Zerstörungen in der Kulturlandschaft inklusive. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Kurt Beck trotzt der Realität

Veröffentlicht am 7. September 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Wenn Geld keine Rolle spielt: Ungelöste Probleme beim Hochmoselübergang

Veröffentlicht am 9. August 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Nachweislich ungeeigneter geologischer Untergrund für die Brücke, Rutschgefahr am Graacher Hang und weiterhin Unsicherheit für weltberühmte Weinbergslagen kennzeichnen das Bauvorhaben »Hochmoselübergang«. Nach der Insolvenz am Nürburgring droht Kurt Beck der nächste Skandal für eines seiner Prestigeprojekte, nur dass dieses Mal die Verantwortung bei der Bundesregierung liegt und ganz Deutschland die Kosten tragen soll. Weiterlesen »

Hochmoselübergang: Was verschweigt die Landesregierung?

Veröffentlicht am 28. Juni 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Rheinland-Pfalz verwehrt Einsicht in angeblich neu vorgelegte Berechnungen zur Moselhochbrücke (Hochmoselübergang). Auch bei den zu erwartenden Baukosten hält man sich neuerdings bedeckt: Das Bundesverkehrsministerium vermied in einer Antwort auf eine Anfrage jede konkrete Angabe zu den zu erwartenden Kosten.

Hatten die rheinland-pfälzischen Behörden seit 2009 wiederholt von einer »offensiven Informationpolitik« im Zusammenhang mit dem Hochmoselübergang gesprochen, so muss man nun feststellen, dass sowohl die Landesregierung als auch die Bundesregierung offenbar ein großes Interesse daran haben, die genauen Sachverhalte rund um die umstrittene und weltweit kritisierte Baumaßnahme »B50 neu« zu verschleiern.

Seit mehr als drei Monaten laufen die Arbeiten an der Hochbrücke im Schneckentempo. Nach und nach waren Bautrupps abgereist und verwiesen bei konkretem Nachfragen auf planerische Probleme. In diesem Zusammenhang hatte der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Lewentz Verzögerungen und Unstimmigkeiten bei statischen Berechnungen eingestanden. Weiterlesen »

Der Hochmoselübergang – ein wirtschaftspolitischer Irrtum

Veröffentlicht am 25. Mai 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Die Arbeiten an der Baustelle der Hochmoselbrücke, die vor einigen Wochen weitgehend zum Erliegen gekommen waren, stocken nach wie vor. Der Baustopp, den die rheinland-pfälzische Landesregierung vor zwei Wochen dementiert hatte, hält offenbar weiter an. Auch die abgereisten Bautrupps sind bisher nicht wieder zurückgekehrt. Weiterlesen »

Fiasko Hochmoselübergang: Baufirma stoppt ihre Tätigkeit bis auf Weiteres

Veröffentlicht am 26. April 2012 in der Rubrik »Allgemein« | Bisher keine Kommentare

Baukräne werden abgebaut, Arbeiter reisen – offensichtlich verärgert – ab. Persönlichen Aussagen zufolge unterbricht die am Bau der Hochbrücke beteiligte Firma Porr ihre Tätigkeit bis auf Weiteres. Es wurde von fehlenden Statikberechnungen berichtet, nur für den ersten (kleinen) Pfeiler gebe es brauchbare Unterlagen. Offiziell geben die Baufirmen allerdings keine Auskunft.

Gegenüber dem Trierischen Volksfreund hatte das rheinland-pfälzische Infrastrukturministerium das Fehlen wichtiger Unterlagen zur abschließenden Prüfung der Statik eingestanden. Es komme daher zu Verzögerungen bei Baufreigaben. »Zwischen dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) und den Firmen, an die der Auftrag zum Bau der Hochmoselbrücke erteilt wurde, gebe es zum weiteren Bauverfahren unterschiedliche Auffassungen.« (Trierischer Volksfreund)

Mögliche Probleme bei der Statik waren bereits im Vorfeld von den Kritikern der Baumaßnahme in die Diskussion gebracht worden. Im August letzten Jahres hatte das Institut Geo-International auf der Grundlage bisheriger Untersuchungen ein Gutachten erstellt, das eine mangelhafte Erkundung des Baugrundes insbesondere im Bereich der Hochbrücke bemängelte. Die Moselregion sei aus geologischer Sicht sehr problematisch durch ihre verschiedenen Rutschhänge. Vor allem im Bereich des westlichen Widerlagers mit seinen bis zu 160 Meter hohen Pfeilern bestehe ein besonders hohes Risiko für die Stabilität des Bauwerks. Hier finden seit Monaten Erkundungsbohrungen statt, während auf der gegenüberliegenden Moselseite bereits Bauvorbereitungen erkennbar sind.

Eine auffällige Informationszurückhaltung kennzeichnet die derzeitige Situation sowohl bei der Landesregierung als auch bei den Baufirmen. Das Ausmaß der offensichtlichen Probleme bleibt bislang im Dunkeln. Sicher ist in jedem Fall, dass weder die Bauzeit noch der Kostenrahmen zu halten sein werden. Sollte die Planung der Brücke insgesamt überarbeitet werden müssen, so der Geologe Dr. Feuerbach von Geo-International, sei ein Großteil der bisher durchgeführten Planungsarbeit unbrauchbar.

Heidelind Weidemann vom BUND Rheinland-Pfalz: »Es ist absehbar, dass Kosten für die Baumaßnahme tatsächlich die Milliardenmarke überschreiten, wie bereits vielfach vermutet wurde, und das wäre mindestens eine Verdreifachung der ursprünglich geplanten Kosten.« Der rheinland-pfälzischen Landesregierung wird es indes schwerfallen, hier von einer »unerwarteten Entwicklung« zu sprechen, denn in der Tat wurde frühzeitig von verschiedenen Seiten gewarnt. Dr. Elisabeth von den Hoff hatte bereits während des Planfeststellungsverfahrens im Jahre 1999 auf fehlende bzw. unzureichende Bodenuntersuchungen hingewiesen und dies 2006 noch einmal durch ihre Einwendungen zum ergänzenden Planfeststellungsverfahren bekräftigt. Auch in den sehr umfangreichen Unterlagen zur Bundespetition wurden diese Sachverhalte noch einmal deutlich zur Sprache gebracht. Es gab Briefwechsel zwischen dem Geophysiker Helmut Körlings und den zuständigen Behörden, bei denen jedoch stets abgewiegelt wurde. Schließlich gab es Gespräche zwischen dem Geologen Dr. Feuerbach und Vertretern der Landesregierung, bei denen lediglich »verschiedene Auffassungen« konstatiert wurden.

Georg Laska von der Bürgerinitiative Pro-Mosel: »Die Bundesregierung hat nun die Aufgabe zu entscheiden, ob sie dieses waghalsige Abenteuer weiter finanzieren will. Ist es verantwortbar, dem bundesdeutschen Steuerzahler noch einmal viele hundert Millionen Euro aus der Tasche zu ziehen, um einigen Lokalpolitikern ihren aberwitzigen Traum zu erfüllen? Wie immer die Entscheidung ausfällt – Deutschlands Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wieviel Geld sie für das Monsterprojekt an der Mosel noch bezahlen sollen.«

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Pro-Mosel

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